Kurzhistorie der Monkey:

Im (heute stillgelegten) HONDA-Amüsementpark “Tama Tech” bei Suzuka in der Präfektur Tokio erfreute sich 1961 ein spezielles Fahrzeug bei den Besuchern besonders großer Beliebtheit: Ein kleines, spritziges und wendiges Motorrädchen mit kraftvollem  4- Takt- Motor, das firmenintern die Bezeichnung “Z100” trug. Anfangs für die jungen Besucher gedacht, saßen bald auch deren Väter auf dem kleinen Fahrzeug. In einer Körperhaltung “wie  die Affen”, was der Monkey schnell zu ihrem Namen verhalf.
 
Die Z100 kam völlig starr und ohne jegliche Federung daher. Die Reifen maßen nur 5 Zoll und der spritzige 49ccm-OHV-Motor war der Vorgänger des heute bekannten, waagerecht liegenden OHC (Overhead-Camshaft)-Monkey-Motors. Er war nicht für die Monkey neu entwickelt worden, sondern stammte aus der populären Honda C100 Super-Cub, mit der Honda 1958 groß ins Zweirad-Geschäft eingestiegen war.
Die Z100 wurde niemals exportiert und war auch auf dem japanischen Markt nicht käuflich zu erwerben. Vielmehr wurden die wenigen Exemplare der Z100 bis auf einige Modelle, die ihren Weg auf Messen fanden, im Tama Tech-Park “verheizt”. Heute existieren nur noch drei Exemplare, von denen eins im “Deutschen Zweirad- und NSU-Museum” in Neckarsulm besichtigt werden kann. Für ein viertes Modell als “Eigenbau” hat ein Japaner die Z100 in der HONDA-”Collection Hall” vermessen und exakt nachgebaut.

Nach der CZ100 mit weißem und rotem Tank und der zusammenklappbaren “Bootsmonkey” Z50M kam 1971 die Z50A (K2) in der Europa-Ausführung in Deutschland und den Nachbarländern  auf den Markt. Die ersten Modelle kamen schon vor den beantragten Betriebserlaubnissen im Hafen Hamburg an, sodaß diese eine grüne Bescheinigung des Zollamts St. Pauli erhielten, die für die Zulassung ausreichten.
Diese Version der Monkey mit  Starrrahmen und Klappergabel€ erreichte den höchsten Bekanntheitsgrad und gilt seitdem als “€ždie Monkey” schlechthin- fand dieses Modell doch erstmals richtige Verbreitung in Deutschland, der Werbung und in Quartettspielen... Es gab die Monkey Z50A in den Farben ”Candy Ruby  Red”, “Candy Saphire Blue” und “Mexican Yellow”. 

Ab etwa 1976 folgte ihr in Deutschland die J1 in “Ceramic White”, “Papaw Green” und “Parakeet Yellow” als Nachfolgemodell mit aus deutscher Fertigung stammender “Reich”-Marienkäferklingel, Fußbremse, größerem Tank und  gefederter Hinterachse.

Nur vier Jahre später folgte das Modell J2 mit rund 30 Modellen, darunter vielen limitierten Sondereditionen. Anfangs noch mit 6 Volt- Elektrik und Dreigangschaltung mit Halbautomatik ausgestattet, folgte später die Umstellung auf 12 Volt und Viergangschaltung mit Handkupplung. Die J2 sollte als eine Art Maskottchen länger als ein Vierteljahrhundert den Außenauftritt der Firma HONDA prägen.

Monkeys werden bis heute von HONDA in Japan hergestellt und hierzulande von einigen Händlern als Import mit deutscher Zulassung mittels Einzelabnahme nach § 21 angeboten.
Den veränderten Ansprüchen an die Umwelt hatte HONDA bereits 2009 mit der J3 (Fi), einem Modell mit Katalysator und Einspritzanlage, Rechnung getragen.